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Rente ab 2024 könnte um bis zu neun Prozent steigen

Rentner freut sich über mehr Geld ab 2024

12,2 Prozent mehr Bürgergeld ab dem kommenden Jahr. Da fühlen sich viele Rentner übergangen. Sie erhalten seit dem 1. Juli 2023 nur 4,39 Prozent (Westen) und 5,86 Prozent (Osten) mehr – müssen aber mit den gleichen Problemen kämpfen, etwa den hohen Lebensmittel- und Energiepreisen. Nun machen erste Prognosen zur Rentenanpassung im Jahr 2024 die Runde – und die deuten auf einen möglichen neuen Rekordwert hin.

Bürgergeldanpassung verärgert viele Rentner

Beim Bürgergeld hat die Inflation, die mit dem neuen zweiten Berechnungsschritt stärker und vor allem zeitnäher berücksichtigt werden soll, den Ausschlag für eine Fortschreibung mit 12,2 Prozent gegeben. Statt 502 Euro im Monat erhalten Singles künftig 563 Euro – und damit 61 Euro mehr. Eine Anpassung, von der Rentnerinnen und Rentner nur träumen können. Gerade bei Betroffenen, die nur geringe Altersbezüge haben, ist der Ärger daher durchaus verständlich.

Der Staat lässt Rentner im Stich

Lohnentwicklung deutet hohes Rentenplus an

Daran kann auch der Blick nach vorne vorerst nichts ändern. Denn bei der Anpassung der Rente spielt die Inflation keine Rolle. Maßgeblich ist die Lohnentwicklung – und die lässt Rentenexperten in diesem Jahr aufhorchen. Die Nominallöhne sind im zweiten Quartal um 6,6 Prozent gestiegen, im ersten Quartal um 5,6 Prozent. Und da die Rentenerhöhung der Lohnentwicklung folgt, wirken sich die Tarifabschlüsse indirekt auch auf jeden Rentner aus.

Experte prognostiziert „fette Rentenerhöhung“

Wie genau das aussehen könnte – wobei hinter allen Aussagen nach wie vor ein großes Fragezeichen steht – erklärt Rechtsanwalt Peter Knöppel von rentenbescheid24.de.

„Das deutet auf eine richtig fette Rentenerhöhung hin“,

erklärt er in einem YouTube-Video. Vorausgesetzt, die Nominallohn-Erhöhungen gestalteten sich im dritten Quartal ähnlich, sei eine Anpassung im Bereich von sechs bis neun Prozent möglich.

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Bisheriger Rekord: 9,9 Prozent

Über zwölf Prozent wie beim Bürgergeld werden es damit nicht, dafür nähert man sich dem bisherigen „Rentenrekord“. Der liegt ein paar Jahrzehnte zurück, noch vor der Wiedervereinigung, und stammt aus 1977. Seinerzeit durften sich Rentnerinnen und Rentner über 9,9 Prozent mehr freuen. Das sei auch der heutigen Rentnergenration gegönnt, bleibt aber Wunschdenken, solange keine handfesten Zahlen auf dem Tisch liegen und die Regierung sich nicht zur Zukunft der Rente geäußert hat.

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Bild: Caftor/ shutterstock.com

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