Wie hoch ist das Bürgergeld 2026 – und wie viel bekommt man als Single im Monat? Im bundesweiten Durchschnitt sind es 1.064 Euro – das ist der aktuelle Bürgergeld-Durchschnitt für Alleinstehende laut Jobcenter-Statistik. Wie hoch das Bürgergeld für Singles konkret ausfällt, hängt jedoch stark vom Wohnort ab: In Hamburg stehen unterm Strich 1.175 Euro im Monat, in Leipzig dagegen nur 1.005 Euro. Der Grund für diese große Spanne liegt im regionalen Mietmarkt – denn die Höhe des Bürgergelds setzt sich aus einem bundesweit einheitlichen Regelsatz und den ortsabhängigen Wohnkosten (KdU) zusammen.
- Ø Bürgergeld für Alleinstehende: 1.064 € pro Monat (Zahlbetrag), Singles machen rund 57,4 % aller Bedarfsgemeinschaften aus.
- Zahlbetrag = Regelsatz + Kosten der Unterkunft (KdU) ± Mehrbedarfe/Einkommen.
- Regelsatz (Regelbedarfsstufe 1): 563 € – bundesweit einheitlich, keine Erhöhung in 2026.
- Kosten der Unterkunft (KdU): regional sehr unterschiedlich, das Jobcenter übernimmt die tatsächliche Miete bis zur Angemessenheitsgrenze.
- Krankenversicherung: Beiträge zahlt das Jobcenter direkt an die Krankenkasse – kein Teil der monatlichen Auszahlung.
- Strom: Stromrechnung muss aus dem Regelsatz gezahlt werden, zählt nicht zu den Wohnkosten
Inhaltsverzeichnis
Mehr als die Hälfte der Bürgergeld-Empfänger sind Alleinstehende
Wer fragt, wie viel Bürgergeld eine Person bekommt, meint meistens die größte Gruppe unter den Leistungsbeziehern: Alleinstehende. Von den insgesamt 2.825.108 erfassten Bedarfsgemeinschaften bilden Singles mit 1.620.716 (57,4 %) den mit Abstand größten Anteil – noch vor Alleinerziehenden (509.101 bzw. 18,0 %).
Bürgergeld Auszahlungstermine im Überblick
Im bundesweiten Bürgergeld-Durchschnitt zahlt das Jobcenter einer alleinstehenden Person 1.064 Euro im Monat (Datenbasis Dezember 2025). Zum Vergleich: Die offizielle Armutsgefährdungsschwelle für Alleinstehende lag 2025 laut Statistischem Bundesamt bei 1.446 Euro – also 382 Euro über der durchschnittlichen Bürgergeld-Höhe.
Bürgergeld Tabelle: So viel bekommt man als Single
Wie hoch ist das Bürgergeld für eine Einzelperson – und warum ist der Betrag von Stadt zu Stadt so unterschiedlich? Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Zahlbeträge im Städtevergleich. Der Wert spiegelt immer den tatsächlichen Auszahlungsbetrag wider (Regelsatz + KdU ± Mehrbedarfe/Einkommen):
| Jobcenter / Stadt | Ø Bürgergeld (€/Monat) |
|---|---|
| München | 1.210 € |
| Hamburg | 1.175 € |
| Stuttgart | 1.168 € |
| Frankfurt a. M. | 1.149 € |
| Köln | 1.148 € |
| Berlin | 1.141 € |
| Karlsruhe | 1.130 € |
| Dortmund | 1.128 € |
| Wiesbaden | 1.121 € |
| Braunschweig | 1.112 € |
| Mannheim | 1.111 € |
| Kiel | 1.109 € |
| Gießen | 1.106 € |
| Mainz | 1.103 € |
| Bremen | 1.101 € |
| Essen | 1.097 € |
| Wolfsburg | 1.095 € |
| Düsseldorf | 1.094 € |
| Hannover | 1.089 € |
| Saarbrücken | 1.088 € |
| Freiburg im Breisgau | 1.086 € |
| Nürnberg | 1.081 € |
| Gelsenkirchen | 1.079 € |
| Augsburg | 1.075 € |
| Duisburg | 1.069 € |
| Potsdam | 1.068 € |
| Bochum | 1.068 € |
| Wuppertal | 1.066 € |
| Aachen | 1.065 € |
| Deutschland (Durchschnitt) | 1.064 € |
| Hildesheim | 1.060 € |
| Kassel | 1.060 € |
| Göttingen | 1.055 € |
| Ludwigshafen | 1.055 € |
| Münster | 1.053 € |
| Recklinghausen | 1.051 € |
| Offenbach | 1.050 € |
| Dresden | 1.049 € |
| Rostock | 1.031 € |
| Magdeburg | 1.008 € |
| Leipzig | 1.005 € |
| Halle (Saale) | 1.005 € |
| Görlitz | 975 € |
Wichtig: Diese Beträge sind Durchschnittswerte. Wie viel Bürgergeld ein 1-Personen-Haushalt tatsächlich bekommt, hängt von der konkreten Miete, möglichen Mehrbedarfen und angerechnetem Einkommen ab.
Wie hoch ist der Bürgergeld-Regelsatz 2026?
Knapp die Hälfte des monatlichen Zahlbetrags entfällt auf den Bürgergeld-Regelsatz. In der Regelbedarfsstufe 1 – also für alleinstehende Erwachsene – beträgt er aktuell 563 Euro pro Monat. Dieser Betrag ist für ganz Deutschland einheitlich festgelegt und soll Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung, Haushaltsenergie (ohne Heizung), Körperpflege und Freizeit abdecken.
Wie hoch ist das Bürgergeld 2026 im Vergleich zu 2025? Unverändert – es gab keine Erhöhung. Laut Berechnungen des Paritätischen Gesamtverbands müsste der Regelsatz bei mindestens 813 Euro liegen, um den tatsächlichen Bedarf zu decken.
Wer arbeitet und Erwerbseinkommen mit Bürgergeld aufstockt, bekommt den Regelsatz in der Regel anteilig gekürzt. Lediglich ein Grundfreibetrag von 100 Euro auf Erwerbseinkommen bleibt komplett anrechnungsfrei.
Bürgergeld und Minijob – so viel wird nicht angerechnet
Miete & Kosten der Unterkunft: So viel zahlt das Jobcenter
Der zweite große Posten, der bestimmt wie viel Bürgergeld man als alleinstehende Person bekommt, sind die Kosten der Unterkunft (KdU) – also Miete und Heizkosten. Diese variieren regional erheblich. Das Jobcenter übernimmt die tatsächlich anfallenden Wohnkosten bis zur jeweils festgelegten Angemessenheitsgrenze.
1-Personen-Haushalt: Wie groß und teuer darf die Wohnung sein?
| Stadt | Angemessene Wohnungsgröße | Angemessene Miete |
|---|---|---|
| Berlin | 50 m² | 449 € |
| Bremen | 50 m² | 539 € |
| Dresden | 45 m² | 451 € |
| Düsseldorf | 50 m² | 546 € |
| Frankfurt (Main) | 50 m² | 786 € |
| Hamburg | 50 m² | 573 € |
| Hannover | 50 m² | 499 € |
| Köln | 50 m² | 677 € |
| Leipzig | 45 m² | 358 € |
| München | 50 m² | 911 € |
Wichtig: Die Mietobergrenze ist ein Höchstbetrag, keine Pauschale. Liegt die tatsächliche Miete darunter, übernimmt das Jobcenter auch nur den tatsächlichen Betrag. In München beträgt der durchschnittliche Wohnkosten-Anteil beispielsweise 565 Euro – obwohl die Obergrenze bei 911 Euro liegt.
So hoch darf die monatliche Miete mit Bürgergeld sein
Heizkosten im Bürgergeld
Zusätzlich zur Miete übernimmt das Jobcenter die Heizkosten in tatsächlicher Höhe, bis zur Angemessenheitsgrenze. Es gibt keine bundesweite Pauschale, die Richtwerte legt jedes Jobcenter lokal fest. In München gelten beispielsweise bei zentraler Wassererwärmung 2,19 €/m² (Fernwärme) bzw. 2,69 €/m² (Gas) als angemessen – bei 50 m² also bis zu rund 135 Euro monatlich zusätzlich zur Miete.
Mehrbedarfe beim Bürgergeld
Neben Regelsatz und KdU können individuelle Mehrbedarfe die Bürgergeld-Zahlung für Alleinstehende erhöhen. Dazu gehören unter anderem:
- Mehrbedarf für dezentrale Warmwassererzeugung (z. B. Durchlauferhitzer): 2,3 % des Regelsatzes = 12,95 Euro pro Monat
- Mehrbedarf bei kostenaufwändiger Ernährung aus medizinischen Gründen
- Mehrbedarf bei Behinderung (§ 21 Abs. 4 SGB II)
Krankenversicherung: Jobcenter zahlt Beiträge direkt
Bürgergeld-Empfänger sind automatisch krankenversichert. Die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zahlt das Jobcenter direkt an die Krankenkasse – dieser Betrag ist kein Teil der monatlichen Auszahlung und fließt nicht in den oben genannten Durchschnittswert ein. Bei privat Versicherten übernimmt das Jobcenter maximal die Hälfte der Beiträge im Basistarif als Zuschuss.
97 Euro für Miete fehlen Monat für Monat
Was die Durchschnittszahlen nicht zeigen: Knapp 170.000 alleinstehende Bürgergeld-Haushalte hatten 2024 eine Wohnkostenlücke – ihre tatsächliche Miete lag über der vom Jobcenter anerkannten Grenze. Im Bundesdurchschnitt fehlten diesen Betroffenen monatlich 97 Euro, die sie aus dem Regelsatz zuschießen mussten. Bezogen auf den Regelsatz von 563 Euro entspricht das einer Zusatzbelastung von über 17 %.
Regional waren die Unterschiede groß: In Berlin betrug die Lücke im Schnitt 175 Euro, in Sachsen immerhin noch 75 Euro.
Miete und Grundsicherung: 334.000 Bürgergeld-Haushalte zahlen jeden Monat drauf
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Bürgergeld für Alleinstehende
Wie viel Bürgergeld bekommt man als Einzelperson inklusive Miete?
1.064 € monatlich bekommen Alleinstehende im Jahr 2026 im bundesweiten Durchschnitt. Der Betrag schwankt regional stark: Während Bürgergeld-Empfänger in München im Schnitt 1.210 €, in Hamburg 1.175 € und in Berlin ca. 1.141 € erhalten, liegt die Auszahlung in Leipzig bei 1.005 € und in Görlitz bei 975 €.
Wie hoch ist der Regelsatz für Singles 2026?
563 € pro Monat beträgt der Regelsatz für Singles (Regelbedarfsstufe 1) im Jahr 2026. Dieser Betrag gilt einheitlich für ganz Deutschland und deckt Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung und Haushaltsstrom. Wie schon im Vorjahr 2025 wurde der Regelsatz für 2026 nicht erhöht.
Warum ist die Bürgergeld-Auszahlung regional so unterschiedlich?
Die Unterschiede entstehen allein durch die regionalen Mietkosten, da der Regelsatz überall gleich ist. In Städten mit hohem Mietniveau wie Hamburg, München oder Frankfurt übernimmt das Jobcenter deutlich höhere Kosten der Unterkunft als in ländlichen Regionen.
Was sind die Kosten der Unterkunft (KdU)?
Kosten der Unterkunft (KdU) umfassen die Kaltmiete, Nebenkosten und Heizkosten. Das Jobcenter übernimmt die Wohnkosten zusätzlich zum Regelsatz, sofern sie als angemessen eingestuft werden.
Wie viel darf meine Wohnung bei Bürgergeldbezug kosten?
Die angemessene Miete für Singles variiert regional stark und liegt beispielsweise in Berlin bei 449 €, in Hamburg bei 573 € und in München bei bis zu 911 € Bruttokaltmiete. In günstigeren Städten wie Dresden (451 €) oder Leipzig (358 €) liegen die Grenzen deutlich niedriger. Da es keine bundesweite Pauschale gibt, legt jedes örtliche Jobcenter die genaue Mietobergrenze individuell fest.
Wie groß darf eine Wohnung für eine alleinstehende Person sein?
Eine angemessene Wohnung für Singles darf in der Regel 45 bis 50 m² groß sein. Während in Städten wie Berlin, Hamburg, Köln und München meist eine Grenze von 50 m² gilt, liegt der Richtwert in Städten wie Dresden oder Leipzig bei 45 m². Die genaue Quadratmeterzahl und die dazugehörige Mietobergrenze legt jedes Jobcenter individuell für seinen Bezirk fest.
Zahlt das Jobcenter die Krankenkasse?
Ja, das Jobcenter übernimmt die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung für Bürgergeld-Empfänger vollständig. Die Zahlung erfolgt direkt an die jeweilige Krankenkasse und wird nicht auf das Konto des Empfängers ausgezahlt.
Zahlt das Jobcenter die Stromkosten?
Nein, die Kosten für Haushaltsstrom müssen Bürgergeld-Empfänger selbst aus dem Regelsatz bezahlen. Lediglich Strom, der direkt zum Heizen genutzt wird (z. B. Nachtspeicherheizung oder Durchlauferhitzer), übernimmt das Jobcenter als Kosten der Unterkunft.
