Erhöhung d. Höchstsätze f. Heizung führt zu Minderung d. ALG II

  • Hallo,

    ich habe folgendes Problem:
    Meine Familie und ich (insgesamt sechs Pers.) bewohnen ein EFH mit einer Wohnfläche von 124 qm, das Haus ist ein selbstgenutztes Eigenheim.
    Bisher betrug der Höchstsatz für Heizkosten ohne Warmwasser für sechs Pers. 89,25 Euro (Niedersachsen).
    Ab 01.01.2009 wurden die angemessenen Höchstbeträge für Heizkosten vom Landkreis (dieser zahlt bei uns die Kosten f. Unterkunft u. Heizung) geändert, fortan liegt der Höchstbetrag für sechs Pers. bei 105,- Euro.
    Unsere tatsächlichen Heizkosten belaufen sich auf 115,- Euro.
    Mithin gewährt uns der Landkreis in unseren Kosten f. Unterkunft u. Heizung ab 01.05.2009 den Höchstbetrag von 105,- Euro zu unseren Heizkosten.
    Die geänderten Beträge v. 01.01. - 30.04.2009 wurden mit der Heizkostennachzahlung verrechnet.

    Jetzt habe ich einen Änderungsbescheid für unser ALG II erhalten.
    Die ARGE rechnet mir die beim Landkreis gewährte Erhöhung der Heizkosten auf unser ALG II an.:mad:

    Ist das rechtens?

    Danke für Eure Hilfe!

    rasenkantenstein

  • Hallo,

    verstehe ich das richtig, daß bei Euch die ARGE den Regelsatz zahlt und der Landkreis die KdU (Kosten der Unterkunft)? Ihr bekommt also das ALG 2 + KdU nicht aus einer "Hand"?

    Wenn dem so ist, können die erhöhten Heizkosten nicht auf das ALG 2 als Einnahme aufgerechnet werden, da die Heizkosten 1. zweckgebunden und 2. damit nicht für den Lebensunterhalt zur Verfügung stehen. Insofern wäre ein Widerspruch sinnvoll.

    Gruß!

  • Hallo,

    ja, das ist richtig. Das Alg II kommt von der ARGE und die Kosten f. Unterkunft u. Heizung kommen vom Landkreis.

    In dem Änderungsbescheid steht allerdings wörtlich nicht drin, dass die Erhöhung der Heizkosten für die Minderung maßgebend ist, sondern es steht dort:

    Folgende Änderung ist eingetreten:
    -Anpassung des Wohnkostenzuschusses (Kosten der Unterkunft) ab 01.05.2009

    Viele Grüße

    rasenkantenstein

  • Hallo,

    eine Anpassung der Wohnkosten wirken sich nicht auf den Regelsatz aus.

    Du solltest also Widerspruch einlegen, wenn das der einzige Grund ist.

    Natürlich sind solche Ferndiagnosen immer etwas schwierig - Du kannst unter den auf sozialhotline.de genannten Zeiten und Telefonnummern gerne kostenlos anrufen und Dich (ebenfalls kostenlos) beraten lassen.

    Gruß!

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