Bildungs- und Teilhabe Paket Hannover

  • Guten Abend,
    ich hoffe, dass dieser Thread hier im richtigen Unterforum ist, ansonsten bitte ich die Zustaendigen meinen Thread zu verschieben.
    Ich gebe nun seit laengerer Zeit sehr gerne private Nachhilfe an Sozialleistungsempfaenger*, die einen Bildungsgutschein erhalten und soweit klappt alles ohne Probleme und sehr gut, auch wenn man meistens 5 Wochen auf die Abrechnung warten muss. Leider finde ich in Zukunft keine Zeit mehr dafuer und als mich dann wirklich unzaehlige Leute aus der Schule und meinem Umfeld ueber das Konzept gefragt haben, waren sie sowohl beigeistert als auch sehr skeptisch, da die meisten nur ungerne solange auf ihr Geld warten wollen, jedoch ist das Interesse bei den 16-20 Jaehrigen grundsaetzlich im vollen Umfang vorhanden. Also kamen mein Bruder und ich auf die Idee, uns foermlich 'zwischen die Behoerden und den "Anbietern" zu schalten' und als sogesehen kleines privates 'Institut' fuer die Vermittlung zwischen Schueler und Anbieter zu sorgen und den Schuelern bei den Antraegen fuer die Bildungsgutscheine zu helfen. Ausserdem wuerden wir das groesste Problem aus der Welt schaffen, indem wir das Geld fuer die 'Anbieter' vorlegen und sie monatlich bezahlen, anstatt alle 2-3 Monate zu warten wie es sonst der Fall waere. Fuer die Vermittlung, Verwaltung und den Kostenvorschuss wuerden wir dann einen kleinen Teil des Geldes einbehalten, meistens bezahlt die Stadt 17-20 Euro pro Stunde, dementsprechend wuerden wir den 'Anbietern' 13-16 Euro bezahlen. Natuerlich wuerden wir jegliche Vorkehrungen treffen und unser kleines 'Institut' gewerblich anmelden. Bis jetzt erscheint uns diese Idee als sehr plausibel und sinnvoll, da ich schon von vielen Schuelern gehoert habe, dass sie viel lieber mit gleichaltrigen bzw. 1-2 Jahre aelteren 'Anbietern' lernen als mit Erwachsenen, mit denen sich die Schueler ueberhaupt nicht identifizieren koennen. Desweiteren helfen wir den 'Anbietern' auch, welche meistens selber noch Schueler sind, ohne viel Zeitaufwand und komplizierte Buerokratie ihr 'Taschengeld' aufzustocken.
    Das ist bis hierher die Idee und jetzt habe ich noch zwei wichtige Fragen an euch:
    1. Was genau haltet ihr von dem Konzept (Kritik, Verbesserungsvorschlaege etc.)?
    2. Private Anbieter bzw. Schueler die gerne Nachhilfe geben, kennen wir genug. Jetzt bleibt nur noch die Frage, wie wir an die Schueler die Nachhilfe in Anspruch nehmen wollen, rankommen? Viele Sozialleistungsempfaenger* wissen von dem Bildungs- und Teilhabepaket ueberhaupt nichts und haben daher noch nie so einen Antrag gestellt. Waere es also sinnvoll, Flyer an Schulen in der Umgebung aufzuhaengen bzw. zu verteilen oder 'Werbung' in Social Media Plattformen fuer uns zu machen? (weitere Optionen?)
    Ich bedanke mich jetzt schonmal herzlich fuer jede Art von Feedback.
    *
    Harz IV – SGB II
    Sozialhilfe – SGB XII
    Asylbewerber Leistungsgesetz
    Wohngeld / Kindergeldzuschlag

  • Hallo,

    Was genau haltet ihr von dem Konzept

    Da Ihr die Nachhilfe nicht selbst gebt, seid Ihr auch nicht für das Amt der Zahlungsempfänger. Also wird das Amt den Betrag an denjenigen auszahlen, der die Nachhile leistet. Der hat nun das Geld von Euch - und auch noch das vom Amt. Und Ihr ein Problem, wenn er nicht an Euch zahlt.

    Abgesehen davon kann ich mir nicht vorstellen, daß die Ämter so etwas mitmachen - schließlich werden nach Eurem Modell leistungsfremde Sachen vom Bildungspaket gezahlt.

    Und schließlich sei noch der steuerrechtliche Aspekt insbesondere bei den Nachhilfe gebenden (und evtl. noch minderjährigen) Schüler zu beachten. Denn eins sind solche Einnahmen für die Nachhilfe gebenden Schüler garantiert nicht: ein "Taschengeld".

    Gruß!

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